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Tschüß Eichhornia crassipes

Da hat die EU mal wieder zugeschlagen und ihre Liste der invasiven Pflanzen erweitert.  Ganz sicher macht diese Liste Sinn, aber manches mal fragt man sich ob auch nicht innerhalb der Europäischen Union gerade bei gebietsabhängigen Lebensbereichen unterschieden werden muss. Nun wurde die Wasserhyazinthe schon im Jahre 2011 auf die A2-Liste gesetzt, aber eine Verallgemeinerung im europäischen Nord-Süd-Gefälle läßt sich damit nun überhaupt nicht begründen.

Es ist unumstritten das Eichhornia crassipes im Mittelmeerraum eine Gefahr für die heimische Flora darstellt, nördlich der Alpen fehlt ihr jedoch jegliche Lebensgrundlage auch nur einen Winter zu überstehen.

In unserer Region war die Wasserhyazinthe nicht nur wegen ihres bizarren Aussehens eine gern gesehene Saisonpflanze, ihr im Sommer sehr üppiges Wachstum hat so manchen Teil bei der Algenbekämpfung unterstützt.

Wir werden die nun der Verordnung entsprechend die Pflanze nicht mehr zum Verkauf anbieten, hoffen aber, das sich dies in den nächsten Jahre noch einmal ändern wird. So können wir nur sagen – Tschüß Eichhornia.

 

Blüten im Mai – 04.05.2014

Alljährlich im Herbst werden die Rosetten der Helonias bullata kontrolliert, zu diesem Zeitpunkt haben sie schon die Blütenknospen für das Folgejahr gebildet. Seit ein paar Tagen nun schieben sich die Blüten hoch über die flachen Rosetten empor, heute haben wir Stiellängen von 40 Zentimeter gemessen. Unsere Sumpfnelken stehen außerhalb des Teiches in einem separaten Moorbeet, in Gemeinschaft mit verschiedenen Knabenkräutern, Stedelwurz, Sumpfgladiole und Jochlilien.

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Was ist denn mit der Sumpfdotter los?

Manchmal sind auch Pflanzen eigenartige Wesen

Nachblüten im Herbst sind ja immer mal möglich, vor allem dann wenn man sich die Mühe gemacht und alle Samenstände entfernt hat. Dann hat die Pflanze reichlich Kraft um vor dem Winter noch einmal die ganze Schönheit zur Schau zu tragen.

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Caltha polypetala Mitte Dezember

Aber heute ist der 17. Dezember 2015!

Neu im Sortiment: Faszination Wassergärten – Natürliche Gartenteiche gestalten und erhalten

Faszination Wassergärten – Natürliche Gartenteiche gestalten und erhalten

In den meisten Gärten passt ein zwangloser natürlicher Stil am besten zur umgebenden Landschaft, und dieses Handbuch zeigt, wie man am besten einen Wassergarten anlegt, der fast wie von der Natur geschaffen aussieht. Es befasst sich mit Themen wie Teiche für Wildtiere, Sumpfgärten, Feuchtwiesen und wie man natürliche Gewässer schafft. Es ist vollgepackt mit Ideen zur Anlage von Fließgewässern und dem geeigneten Pflanzen- und Fischbesatz.

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Autor: Philip Swindells
Verlag: Bede Verlag GmbH 1.Auflage 2004
Ausgabe: gebunden, 64 Seiten
EAN: 9783898600880
ISBN: 3-898-60-088-2
(Angaben und Bilder: vom Produkt)

 

Kalmus – Für Stickstoffreiche und auch belastete Gewässer

In deutschsprachigen Regionen wurde der Acorus calamus im 16ten bis 17ten Jahrhundert aus dem indischen Raum als Heilpflanze eingebürgert. Er ist in der Regel genügend winterhart, in Indien gibt es neben diesem auch noch andere Zweige.

Kalmus braucht eine Wassertiefe um 10 bis 20 cm und kann Trockenphasen überwinden, wenn die Wurzeln nicht austrocknen. Er benötigt Schatten bis Halbschatten sowie warmes Wasser. Weiterhin braucht Kalmus viel Stickstoff und kann deswegen auch verwendet werden, wenn Nährstoffüberschüsse im Wasser ausgeglichen werden sollen. Dabei ist Kalmus gegenüber belastetem Wasser nicht sehr empfindlich. In Indien oder wärmeren Regionen bildet diese Pflanzenart einen seitlich zum Stiel wachsenden Blütenstand aus. In kälteren Regionen wäre das untypisch. Im Bodengrund wächst jedoch das Rhizom und dadurch vermehrt sich der Kalmus dennoch. Er ist leicht zu halten und zu mehren. Die Pflanzen werden zwischen 60 bis 100 oder sogar bis 120 cm hoch. Er wächst dabei mit mehreren langen sowie schmalen Blättern aus dem Schafft, er prägt von der Wasseroberfläche bis zu den Blattspitzen ein sattes gesundes Grün aus.

Das ursprüngliche Interesse am Kalmus lag an den ätherischen Ölen und anderen enthaltenen Inhaltsstoffen, die für die Medizin oder auch als Nahrung verwendet werden können. Medizinisch kann Kalmus unter anderem als Räucherung, als Tee, Gewürz oder Badezusatz verwendet werden. Das aus dem Rhizom gewonnen Kalmusöl wird z.B. für Magenbitter eingesetzt. Es wirkt kräftigend und appetitanregend. Kalmus wird auch als „Deutscher Ingwer“ bezeichnet, da er diesen teils ersetzen kann. Wer die Wurzel kaut, stellt eine stimmungsaufhellende Wirkung fest, die bei höherer Dosis Halluzinationen auslösen kann. Der Kalmus soll sogar aphrodisierende Wirkungen haben. Das Rhizom wird im September oder Oktober geerntet.

Eine Pflanze, die medizinisch eingesetzt werden kann und deswegen erkannt und nach Europa gebracht wurde, erweckt auch heute noch das Interesse. Gerade die Möglichkeit einer halluzinogenen Wirkung könnte als bedenklich gelten. Aufgrund der medizinischen Verwendbarkeit wird Kalmus in Deutschland unter dem Apothekergesetz geführt: Man darf ihn verwenden und für sich selber anbauen und verarbeiten. Es darf jedoch kein Handel mit den Zubereitungen betrieben werden, dieser kann strafrechtlich geahndet werden. Man darf aber andere beschenken oder bewirten.

Das alles macht den Kalmus zu einer sehr interessanten Pflanze für die Flachwasserzone im Gartenteich. Die meisten Menschen werden um seine heilende Wirkungen jedoch nicht wissen und ihn übersehen. Er ist insgesamt nicht derart giftig wie andere frei wachsende Gewächse, dass man sich beim Probieren bereits in Gefahr bringt. Neben seiner medizinischen Bedeutung sieht der Kalmus einfach sehr gut aus, zieht Stickstoff aus dem Wasser und hält Wasserbelastungen stand. Auch ohne die Absicht einer medizinischen Verwendung ist der Acorus calamus eine sehr interessante Gartenteichpflanze, die vielen Tieren Deckung bieten wird. Solange es nicht zu sonnig wird, das Wasser dennoch warm ist und sich genügend Stickstoff im Wasser oder Bodengrund findet, wird der Kalmus sich in passender Wassertiefe leicht pflegen und mehren lassen. Er ist im Versandhandel während der Pflanzzeiten zu kleinen Preisen erhältlich.

 

 

 

 

 

 

Schoenoplectus triqueter

Dreikant Teichbinse, Dreieckige Flechtbinse oder Dreikantsime – wer kennt das nicht das eine einzige Pflanze viele deutsche Namen besitzt. Die meisten davon sind üblicherweise überliefert und oft sogar völliger Unsinn. Botanische Namen sind dagegen eindeutige Bezeichnungen für eine Pflanze, werden aber bestimmte Pflanzen aus welchem Grund auch immer in der Nomenklatur anders eingeordnet gibt es auch hier mitunter Missverständnisse.  Die Schoenoplectus triqueter war bis 2004 noch unter der Bezeichnung Scirpus triqueter zu finden, wurde dann aber in die  Gattung der Teichbinsen eingeordnet. So ist diese Pflanze auch heute noch unter beiden Namen zu finden.

Schoenoplectus triqueter ist eine recht unscheinbare, aber dennoch sehr schöne heimische Sumpfpflanze. Vor allem die bizarren Blütenstände sind sehr attraktiv.

schoenoplectus_triqueter-600-2 schoenoplectus_triqueter-600-3 Schoenoplectus triqueter finden Sie hier im Shop

Rosen am Gartenteich

Immer wieder stellt sich die Frage, ob Rosen alternative Pflanzen zu den sonst üblichen Teichrandpflanzen sind.  Richtig in Szene gesetzt bieten sie eine willkommene Abwechslung, vor allem im Sommer, wenn die Blütenpracht der normalen Pflanzen eine kurze Pause einlegt.

Aber es gibt auch einiges zu beachten. Abfallende Blütenblätter der Rosen sind eher weniger problematisch. Selbst wenn sie auf der Wasseroberfläche landen besteht kein sofortiger Handlungsbedarf. Meist bleiben sie sogar noch einige Tage frisch und bilden zusätzliche  Blickfänge. Mit dem Kescher lassen sich die Blätter zu jeder Zeit mühelos entfernen.

Achten sollte man unbedingt auf den Pflanzabstand zum Teich. Zu dicht gepflanzte Rosen können sehr schnell mit den Wurzeln die Teichfolie beschädigen. Neben dem räumlichen Abstand zum Teich ist  auch die Qualität der Folie von entscheidender Bedeutung. Gleichfalls sollte darauf geachtet werden, dass die Rosen nicht mit dem Blattwerk in den Teich wachsen. Sollte dies der Fall sein läuft man Gefahr, das die Kapillarsperre überbrückt wird und der Teich zusätzlich Wasser verliert. Aus diesem Grund sollte auf kriechende Rosen und Bodendecker verzichtet werden.

Bleibt die Frage der Auswahl der Rosen. Wie so oft ist die Farbe eine rein persönliche Entscheidung, dennoch sollten bei der Auswahl zarte Farben den Vorzug finden. Auf Grund der Größe der Pflanzen und der Blüten könnten kräftige Farben das Teichbild dominieren und kleinere Sumpfpflanzen optisch benachteiligen. Von besonderer Wichtigkeit sind die Wuchsform und die Höhe der Rosen. Ob die Entscheidung für Beetrosen, Strauchrosen oder Kletterrosen fällt ist abhängig von der Lage am Teich. Der Blick vom Sitzbereich sollte nicht durch zu hohe Rosen versperrt werden. Auch hier gilt, dass im Vordergrund  vorrangig kleinere Pflanzen platziert werden, die nach hinten hin gern größer werden dürfen. Auch das drum herum kann in die Gestaltung einbezogen werden. Kleinere Bauwerke wie Pavillons, Pergolas oder Rosenbögen sind ideal für eine abwechslungsreiche Gestaltung.

Auf alle Fälle empfiehlt es sich, diese schönen Rosen im Topf oder Container zu kaufen. So beschränkt sich die Pflanzzeit nicht nur auf einen begrenzten Zeitraum. Durch die Anzucht im Topf sind die Pflanzen besser durchwurzelt und so auch besser in der Lage, schneller in der neuen Umgebung Fuß zu fassen und somit zeitiger zu blühen.