Iris sibirica – Blume des Jahres 2010

Eine beliebte Gartenpflanze wurde in diesem Jahr zur Blume des Jahres 2010 gewählt – die Sibirische Schwertlilie.

Die Stiftung Naturschutz Hamburg und die Loki Schmidt-Stiftung haben der Sibirischen Schwertlilie den Titel Blume des Jahres 2010 verleihen. Die blau blühende Schönheit ist mittlerweile kaum noch wildlebend anzutreffen, sie ist vom Aussterben bedroht.

Der Name ist irreführend

Bei der Namensgebung liegt man sowohl im botanischen Namen als auch in der deutschen Bezeichnung nicht richtig. Schließt man von sibirica auf die geografische Herkunft ist man auf der falschen Fährte, verschiedene Quellen schließen Sibirien als Herkunft aus. Als östlichste Verbreitung ist der Baikalsee bekannt, aber von dort bis zum kalten Sibirien sind es dann aber doch noch einige Kilometer. Der Deutsche Name Wiesen-Schwertlilie passt insofern nicht, das die Iris sibirica keine schwertförmigen Blätter ausbildet.

Natürliche Vorkommen in Deutschland

Vor allem die großflächige Entwässerung von Wiesen und Brachland rauben ihr den Lebensraum. Als westlichste Verbreitungsgrenze gelten Bestände am Oberrhein, weiterhin findet man sie vereinzelt am Bodensee, im Wendland, im Raum Hannover, im Nordharz und in der Lewitz in Mecklenburg – Vorpommern.

Standort und Kulturbedingungen

Feuchte Wiesen, Gewässerränder und Gräben sind ideale Standorte der Iris sibirica. Unter den Bartlosen Iris ist sie einer der wichtigsten Vertreter. In den vergangenen Jahren führten auch hier Kreuzungen und Züchtungen zu einer sehr großen Varietäten-Vielfalt, trotz alledem ist sie mehr eine Liebhaberpflanze an naturnahen Teichanlagen als das man sie im normalen Garten findet.

Der Aufbau der Iris sibirica

Die Blätter der Iris sibirica sind grundständig und sehr schmal, sie wachsen aufrecht und sind im oberen Teil auf Grund der natürlichen Größe meist überhängend. Die hohlen Stängel sind verzweigt und wachsen unsymmetrisch weiter.

Die bartlosen Blüten sitzen endständig auf den Stängeln. Die Domblätter sind sehr häufig schräg aufrecht nach außen gestellt und sind je nach Varietät sehr unterschiedlich geformt. Charakteristisch für die Naturform und den älteren Sorten sind die nach unten gerichteten Hängeblätter, bei den Neuzüchtungen sind diese fast waagerecht ausgebildet. Eins haben die Hängeblätter aber gleich, sie sind generell vom Schlund her hell gezeichnet oder geadert.

Einige ausgewählte Sorten Wiesen-Schwertlilie

Iris sibirica Atoll Atoll ist hell blauviolett und zur Mitte an den Sepalen heller und marmoriert.

Iris sibirica Blaumacher Blaumacher ist eine tetraploide, mittelblaue Züchtung, die sowohl durch sehr schöne Einzelblüten als auch durch ihren sehr großen Blütenreichtum besticht. Sie ist sehr wuchsfreudig.

Iris sibirica Blue King Blue King ist eine mittelblaue Züchtung mit einer weißen bis ins gelblich gehenden Äderung.

Iris sibirica Butter and Sugar Butter and Sugar ist eine Züchtung von McEwen aus dem Jahre 1976. Sie ist eine der wenigen bicoloren sibiricas, die Dornblätter sind weiß, die Hängeblätter sind gelb

Iris sibirica Golden Edge Die Blütenblätter der Golden Edge sind mittelblauviolett mit feiner weißer, im Schlund gelber Zeichnung. Die Blüte ist sehr schön gewellt.

Iris sibirica Hubbard Hubbard besticht mit einer samtigen weinroten Blüte und einer sehr schönen weißen Zeichnung.

Iris sibirica Purple Sand Die Blütenblätter der Purple Sand sind hellrosa bis hellviolett und haben eine deutlich dunklere Äderung, im Schlund mit kräftiger lila Zeichnung.

Iris sibirica Towanda Redflare Towanda Redflare ist eine rotviolett blühende Züchtung mit glatten Blättern.

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