Die Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes) wurde in die A2-Liste aufgenommen!

Bitte gehen Sie sorgsam mit diesen Pflanzen um!

Die Wasserhyazinthe wurde in die A2-Liste bei Eppo (European and Mediterranean Plant Protection Organisation) aufgenommen. Die Liste A2 steht für eingeschleppte Pflanzen, die in einer bestimmten Region als Schadpflanzen auftreten. Die aus den Tropen stammende Wasserhyazinthe Eichhornia crassipes ist in jüngerer Zeit in mehreren europäischen Ländern gefunden worden. So war z.B. in Spanien ein Teil des Guadiana mit einer dichten Decke der Wasserhyazinthe bedeckt, ein sicheres Zeichen dafür, das sich diese Pflanze in Europa etabliert hat und mit anderen Pflanzen konkurrieren kann. Aus diesem Grund wurde von EPPO eine Risikoanalyse durchgeführt, eingeschätzt wurde, das die Wasserhyazinthe ein unannehmbar hohes phytosanitäres Risiko darstellt.
In den Ausbreitungsregionen werden die Gewässer durch die dichten Bestände sehr stark beschattet und die Wasserökologie verändert sich. Krankheitserreger können sich besser verbreiten, heimische Arten werden verdrängt. Auch auf den Nutzpflanzenanbau hat dies Auswirkungen, Wasserentnahmestellen werden nur noch erschwert zugänglich und somit wird die Bewässerung der Nutzflächen erschwert. Als Maßnahme wurde von der EPPO empfohlen, den Import dieser Pflanze nicht mehr zu zulassen.

Eichhornia crassipes
Eichhornia crassipes
Derzeit ist die in unseren Regionen noch kein Problem. So lange die Wasserhyazinthe im Gartenteich bleibt kann sie uns auch weiter erfreuen, ein Aussetzen in die Natur könnte unter ungüstigen Umständen auch in unseren Regionen großen Schaden anrichten.

3 Gedanken zu „Die Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes) wurde in die A2-Liste aufgenommen!“

  1. Leider geht mir diese Pflanze in aller Regel spätestens über den Winter ein. Schade drum, denn im Teich selbst, bei idealer Witterung und Nährstoffangebot macht sie sich doch ganz gut und breitet sich auch aus.
    Schade nur das sie eben so schlecht zu überwintern ist.

  2. Vielleicht ist das aber auch gut so. Wäre es nicht so würden mit Sicherheit schon einige Gewässer in Deutschland hoffnungslos mit Wasserhyazinthen überzogen, das Szenario für die heimischen Pflanzen sähe katastrophal aus.

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