Archiv der Kategorie: Teichkalender

Helonias bullata macht ernst

Helonias bullataNach mehreren Jahren Abztinenz  macht die Sumpfnelke in diesem Jahr ernst – sie verspricht einige Blüten im Moorbeet. Bereits im Herbst bilden sich die Blütenansätze, die als Verdickungen mittig in der Rosette zu sehen sind. Frost, Schnee und Eis schaden diesen robusten Pflanzen in keiner Weise. Dies ist nun im Frühjahr gut zu erkennen, der Schnee schmilzt und die Blütenansätze sind nun größer und kräftiger als noch im Herbst. Nun bleibt die Hoffnung, das mit Beginn des Frühlings sich so langsam die langen Blütenstängel bilden und uns vielleicht im Mai oder Juni mit reichen Blütenflor belohnen.

 Helonias bullata

Helonias bullata als Gruppe im Moorbeet

Badevergnügen im eigenen Naturpool

Baden im eigenen Garten ist mehr als nur ein Trend. Ob nun im Pool, im Schwimmteich oder auch Naturpool ist eine Frage des Geschmacks und des Platzes.

 

Was ist eigentlich ein Naturpool?

Ein Naturpool ist eine Kombination aus Schwimmteich und Pool.  Bei einem Schwimmteich wird die Wasserreinigung durch eine optisch sehr schöne, dafür aber sehr aufwendige und platzintensive Bepflanzung erreicht. Ein ausgewogenes Sortiment aus Repositionspflanzen übernimmt die Aufbereitung und Reinigung des Badewassers. In der Regel beträgt die notwendige Fläche des Regenerationsbereiches das Doppelte der Badefläche.

Beim Pool herrschen klare Abgrenzungen ohne viel Grün, die Wasseraufbereitung erfolgt durch Zugabe chemischer Reinigungsmittel. Ein klassischer Pool wirkt im Gegensatz zum Schwimmteich sehr steril.

Bei einem Naturpool werden Bakterien und Mikroorganismen für die Wasserreinigung eingesetzt, es erfolgt eine mikrobiologischer Prozess in einem meist geschlossenen Filter. Zusätzlich kann eine weitere Reinigung über einen Pflanzenfilter erfolgen. Dieser Pflanzenfilter kann direkt an den Schwimmbereich grenzen oder auch separat an anderer Stelle gebaut werden. Es erfolgt keine Zugabe chemischer Stoffe.

Hier gibt es mehr Infos.

 

Eignet sich ein Gartenteich auch zum Baden?

Baden kann man eigentlich fast überall, aber ein Gartenteich ist dafür nicht geeignet. Die Nährstoffe im Gartenteich sind deutlich höher als in einem Schwimmteich oder Naturpool. Nährstoffe bilden die Grundlage für das Algenwachstum, der Teich trübt sich ein und es entsteht kein wirkliches Badevergnügen. Um diese Nährstoffe in ausreichender Form abbauen zu können ist der Pflanzenbereich zu klein und die Filter sind nicht leistungsstark genug. Um das weitere Pflanzenwachstum nicht zusätzlich zu behindern ist ein Einsatz chemischer Zugaben nicht zu empfehlen.

Ein weiterer Nachteil sind fehlende Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten und die übliche Stufenstruktur der Gartenteiche. Es bleibt somit auch bei optisch großer Wasseroberfläche nur ein sehr kleiner Badebereich.

 

So sollte ein Gartenteich den Fischen, Lurchen und anderen Getier überlassen werden. Diese fühlen sich in diesem Gewässer wohler, denn einen ungetrübten Badespaß wird es dort nicht geben.

Hier finden Sie Gestaltungsbeispiele für den Gartenteich.

 

 

 

Belüftungspumpen als Eisfreihalter

Der Winter hat uns fest im Griff, zur Zeit herrschen in der Nacht wieder Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. So ist auch auf dem Gartenteich wieder eine geschlossene Eisdecke – fast geschlossen. Eine Stelle ist frei, dank einer Belüftungspumpe Air 1000 blubbert es aus einem Loch mit einer Größe von gut einem Quadratmeter. Vier Belüftungssteine in einer Tiefe von 30 Zentimeter bis 60 Zentimeter halten diese ausreichend große Stelle im Teich offen. Die Pumpe läuft rund um die Uhr, dank der geringen Leistungsaufnehme wird sie zu keinem Kostenproblem. Problematisch wird es sollte einmal der Strom ausfallen. In den dünnen Luftschläuchen befindet sich immer etwas Kondenzwasser, dieses kann gefrieren und den Schlauch verstopfen.

Air1000

Ein Thema, zehn Meinungen, auch das trifft hier wieder einmal zu. Ob es für die Fische gut ist oder sie stört ist scheinbar die am häufigsten geführte Diskussion. Pro und kontra liegen hier dicht beieinander und viele hitzige Diskussionen führen am Ende zu einem Ergebnis – niemand weiß es wirklich. So ist für uns lediglich wichtig das ein Loch  im Eis den schädlichen Faulgasen die Möglichkeit zum entweichen gibt. Das dies für die Fische nur gut sein kann bedarf mit Sicherheit keiner weiteren Diskussion.

Lebensbereiche der Pflanzen

Um Pflanzen optimal pflegen zu können ist die Auswahl des richtigen Standorts eine Grundvoraussetzung. Nur leider werden oft schon hier aus Unkenntnis die ersten Fehler begangen. Deshalb wurden Lebensbereiche für den Staudeneinsatz definiert, die die Ansprüche der Pflanzen an den Standort und den Boden berücksichtigen.

Die Lebensbereiche Wasser (W)  und Wasserrand (WR) sind für den Teichfreund interessant und werden hier erläutert.

 

Lebensbereich Wasser (W)

Lebensbereich Wasser
Lebensbereich Wasser

Die Vielfalt von Wasserpflanzen im Gartenteich ist sehr groß. Im Bereich Wasser werden die Teichpflanzen in erster Linie entsprechend ihrer Wuchsform eingeteilt, die Wassertiefen spielen bei der Einordnung eine untergeordnete Rolle. Lediglich in der Zone W1 werden Wassertiefen größer 20 Zentimeter vorgegeben, unter 20 Zentimeter Wassertiefe werden die Pflanzen dem Lebensbereich Wasserrand zugeordnet.

W1 – Pflanzen mit Trieben über dem Wasser

Im Bereich W1 werden Pflanzen eingeordnet, die mit den Wurzeln im Teichgrund verankert sind, deren Blätter aber aus dem Wasser herausragen. Charakteristische Pflanzen sind hier Orontium aquaticum, Pontederia cordata,  Hippuris vulgartis und Sagittaria in verschiedenen Formen. Grenzwertig sind alle Formen von Scirpus, Typha, Butomus oder Phragmites, diese passen sowohl in den Bereich W1 als auch in den Bereich WR5.

W6 – Schwimmblattpflanzen

Schwimmblattpflanzen sind sehr eindeutig einzuordnen. Auch sie sind im Bodengrund verwurzelt, lassen aber ihr Blattwerk auf der Oberfläche schwimmen. Sie sind sehr wichtig für die Beschattung des Teiches. Typische Vertreter hier sind unsere Seerosen, Potamogeton natans, Aponogeton distachios oder Nymphoides peltata.

W7 – Submerse (untergetauchte) Pflanzen

Submerse Pflanzen sind Pflanzen die unterhalb der Wasseroberfläche wachsen. Hierbei spielt es keine Rolle ob sie im Boden verwurzelt sind oder frei unter Wasser schwimmen. Die Auswahl an Pflanzen ist hier sehr artenreich, beispielsweise sind dies sämtliche Myriophyllum-Arten, Potamogeton lucens und Potamogeton crispus, Ceratophyllum demersum, Hottonia palustris oder Ranunculus aquatilis.

W8 – Freischwimmende Pflanzen

Zu den freischwimmenden Pflanzen  werden alle nicht im Grund verwurzelten Pflanzen eingeordnet, dise schwimmen frei im Wasser wie etwa Stratiotes aloides oder auch an der Wasseroberfläche, etwa Hydrocharis morsus-ranae. Zu dieser Gruppe zählen auch die Saisonpflanzen Eichhornia crassipes oder Salvinia natans.

 

Lebensbereich Wasserrand (WR)

Lebensbereich Wasserrand
Lebensbereich Wasserrand

Der Bereich Wasserrand ist nicht die strenge Grenze zwischen Nass und Trocken. Hier ist ein fließender Übergang zwischen Sumpfzone, feuchtem Bereich bis zur Flachwasserzone definiert.

WR4 – Sumpfpflanzenzone

Hier ist die große Masse der Teichpflanzen eingeordnet, es ist ein Wechselbereich von feucht, nass, teilweise überflutet oder auch wieder abgetrocknet. Die Auswahl der Pflanzen wird in diesem Bereich etwas schwieriger. Aus diesem Grund wurde bei uns dieser Lebensbereich in Teichrand, Wassertiefen wahlweise bis 2 Zentimeter, 5 Zentimeter oder 10 Zentimeter eingeteilt

Wenn es grau wird am Teich kommt die Zeit für den Spaltgriffel

Im Herbst bringt der Spaltgriffel (Schizostylis coccinea) mit seinen sternförmigen, kräftig roten Blüten Farbe an den Teich. Bei spät einsetzenden Frösten kann sich die Blütezeit bis zum Dezember ausdehnen, mitunter überleben die Blüten auch den Jahreswechsel. Sie ist eine farbenfrohe Bereichung in der tristen Jahreszeit.
Der Spaltgriffel ist im südlichen Afrika beheimatet und in Deutschland nicht gesichert frosthart. Es sollte ein Winterschutz vorgesehen werden, eine frostfreie Überwinterung einer Pflanze im Keller ist die sichere Lösung. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung der Pflanzenbasen.

Gern wird der Spaltgriffel auch als Sumpfgladiole bezeichnet, botanisch völlig falsch. Die Sumpfgladiole (Gladiola palustris) besitzt genau wie die allseits bekannte Gartengladiole eine Knolle, allerdings braucht diese nicht zur Überwinterung aus der Erde genommen werden, sie ist winterhart.

Und hier nun die herbstliche Blütenpracht von Schizostylis coccinea `Major´

Schizostylis coccinea ´Major´ Schizostylis coccinea ´Major´

Schizostylis coccinea ´Major´ Schizostylis coccinea ´Major´

Der Gartenteich im Januar

Miscanthus sinensis ´Zebrinus´
Miscanthus sinensis ´Zebrinus´
Im Januar ist wenig los am Teich, es herrscht Ruhe.
Wer hochwachsende Gräser und (China)Schilf am Teich zu stehen hat, kann deren Anblick jetzt in vollen Zügen genießen, mit Raureif bedeckt sind sie derzeit fast die einzige Augenweide.

Beachten muß man, das bei längeren Frostperioden die Oberfläche mit einer Eisschicht überzogen wird. Im Teich können die sich bildenden Faulgase nicht entweichen. Dies kann man durch rechtzeitges Setzen eines Eisfreihalters verhindern. Dieser sollte auf alle Fälle in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, wichtig ist vor allem der richtige Sitz. Ist das Oberteil verrutscht, bildet sich auch in der Öffnung eine Eisschicht. Möglich ist auch das Einsetzen einer Belüftungspumpe, das Wasser wird mit Sauerstoff angereichert und durch die ständige Stömung bleibt an einer kleinen Fläche der Teich eisfrei.
Ganz wichtig beim Einsatz einer Belüftungspumpe: diese darf nur in der obersten Wasserschicht plaziert werden, um ein vermischen der oberen und unteren Wasserschichten zu vermeiden. In den unteren Wasserschichten halten sich im Winter die Fische auf und sollten nicht durch sich verändernde Wassertemperaturen gestört werden.
Liegt Schnee auf dem Teich, sollte dieser möglichst geräuschlos entfernt werden. Licht ist auch im Winter ein wichtiger Faktor für den Gartenteich.
Damit sind eigentlich die einzigen Tätigkeiten am Teich für den Jahresanfang aufgezählt.

Text und Bild: Teichpflanzen-Shop