Archiv der Kategorie: Eichhornia – Wasserhyazinthe

Tschüß Eichhornia crassipes

Da hat die EU mal wieder zugeschlagen und ihre Liste der invasiven Pflanzen erweitert.  Ganz sicher macht diese Liste Sinn, aber manches mal fragt man sich ob auch nicht innerhalb der Europäischen Union gerade bei gebietsabhängigen Lebensbereichen unterschieden werden muss. Nun wurde die Wasserhyazinthe schon im Jahre 2011 auf die A2-Liste gesetzt, aber eine Verallgemeinerung im europäischen Nord-Süd-Gefälle läßt sich damit nun überhaupt nicht begründen.

Es ist unumstritten das Eichhornia crassipes im Mittelmeerraum eine Gefahr für die heimische Flora darstellt, nördlich der Alpen fehlt ihr jedoch jegliche Lebensgrundlage auch nur einen Winter zu überstehen.

In unserer Region war die Wasserhyazinthe nicht nur wegen ihres bizarren Aussehens eine gern gesehene Saisonpflanze, ihr im Sommer sehr üppiges Wachstum hat so manchen Teil bei der Algenbekämpfung unterstützt.

Wir werden die nun der Verordnung entsprechend die Pflanze nicht mehr zum Verkauf anbieten, hoffen aber, das sich dies in den nächsten Jahre noch einmal ändern wird. So können wir nur sagen – Tschüß Eichhornia.

 

Die Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes) wurde in die A2-Liste aufgenommen!

Bitte gehen Sie sorgsam mit diesen Pflanzen um!

Die Wasserhyazinthe wurde in die A2-Liste bei Eppo (European and Mediterranean Plant Protection Organisation) aufgenommen. Die Liste A2 steht für eingeschleppte Pflanzen, die in einer bestimmten Region als Schadpflanzen auftreten. Die aus den Tropen stammende Wasserhyazinthe Eichhornia crassipes ist in jüngerer Zeit in mehreren europäischen Ländern gefunden worden. So war z.B. in Spanien ein Teil des Guadiana mit einer dichten Decke der Wasserhyazinthe bedeckt, ein sicheres Zeichen dafür, das sich diese Pflanze in Europa etabliert hat und mit anderen Pflanzen konkurrieren kann. Aus diesem Grund wurde von EPPO eine Risikoanalyse durchgeführt, eingeschätzt wurde, das die Wasserhyazinthe ein unannehmbar hohes phytosanitäres Risiko darstellt.
In den Ausbreitungsregionen werden die Gewässer durch die dichten Bestände sehr stark beschattet und die Wasserökologie verändert sich. Krankheitserreger können sich besser verbreiten, heimische Arten werden verdrängt. Auch auf den Nutzpflanzenanbau hat dies Auswirkungen, Wasserentnahmestellen werden nur noch erschwert zugänglich und somit wird die Bewässerung der Nutzflächen erschwert. Als Maßnahme wurde von der EPPO empfohlen, den Import dieser Pflanze nicht mehr zu zulassen.

Eichhornia crassipes
Eichhornia crassipes
Derzeit ist die in unseren Regionen noch kein Problem. So lange die Wasserhyazinthe im Gartenteich bleibt kann sie uns auch weiter erfreuen, ein Aussetzen in die Natur könnte unter ungüstigen Umständen auch in unseren Regionen großen Schaden anrichten.

Bild des Tages: Eichhornia crassipes

Der estrem heiße und sehr lange Sommer hat eine Pflanze erblühen lassen, deren Blüten den meisten Teichbesitzern hier im Lande nur aus Büchern und dem Internet bekannt sind – die Wasserhyazinthe. Mittlerweile konnten wir schon mehrere Dutzend Blüten in unseren Becken bewundern.

Eichhornia crassipes
Blüte der Eichhornia crassipes